Selbstempathie vor Fremdempathie in sozialen Berufen...?

Marshall Rosenberg hebt oft die Bedeutung der Selbstempathie hervor. Ist die Selbstempathie der eigentliche Punkt, die Achse, um die sich in der Gewaltfreien Kommunikation alles dreht? Durchaus möglich.

 Manche Menschen, v.a. aus sozialen Berufen, verstehen dies vielleicht als eine Aufforderung zum Egoismus.  Es geht aber um weit Tieferes und Anderes. Es geht um Echtheit und Selbstkongruenz, die Bedeutung von Autonomie und die Auswirkungen von Gehorsam und Anpassung. Und auch um die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, um die Indviduation.

Es geht um die aufregende Frage: welche Bedürfnisse müssen  erst in ihm erfüllt sein, damit ein Mensch mit anderen Menschen empathisch sein kann? Welche Bedürfnisse müssen in ihm  erfüllt sein, damit ein Mensch sich empathisch um andere Menschen sorgen und kümmern, empathisch pflegen und betreuen kann?

Dies ist keineswegs eine nur "private" oder sogar "egoistische" Frage, sondern durchaus auch eine politische, z.B. berufspolitische Frage: welche Bedingungen brauchen z.B. Pflegende, um so pflegen zu können, dass sie empathisch pflegen, also die Bedürfnisse dessen überhaupt wahrnehmen können, der gepflegt wird? Kann man überhaupt empahisch sein, wenn man die eigenen Gefühle und Bedürfnisse nicht wahrnehmen kann oder darf? Welche Bedürfnisse einer Ärztin, eines Arztes müssen erfüllt sein, damit dieser sich so empathisch den Patienten widmen kann,dass die in vielen Studien belegten positiven  Auswirkungen einer "sprechenden Medizin" überhaupt wirksam werden?

 

Menschen, das betont Rosenberg immer wieder, und ist eine der grundlegenden Annahmen der GfK, haben Freude daran, einen Beitrag zum Leben (anderer) zu leisten, wenn dies in Freiheit geschieht. Wer sich das Gesundheitswesen ansieht, entdeckt aber nur wenig Freiheit und sehr viel Zwang. Welche Auswirkungen hat das auf die Menschen, die dort arbeiten und auf die, um deren Gesundheit es dort geht? Wie hoch sind die Kosten davon?

Wie "effizient" ist eine Funktionalität überhaupt, die in einem Bereich, in dem es um menschliche Gesundheit geht, kaum noch Raum für das lässt, was in Menschen lebendig ist? Und wie wirkt sich hier aus, dass nicht wenige "Sozialberufler" sich selbst "hintenanstellen" und auf die Bedürfnisse der Anderen achten, während sie sich selbst mitunter regelrecht ausbeuten? Welche Auswirkungen hat dieser gewohnheitsmäßige Verzicht auf Selbstempathie auf die Professionalität? Wie weit kann Empathie mit anderen, Fremdempathie, überhaupt gehen, wenn die eigenen Bedürfnisse, vielleicht die eigene Bedürftigkeit nicht wahgenommen werden darf?  Wenn das "Helfen" und "Unterstützen" anderer zur Pflicht wird, auch dann wenn eigentlich die eigenen Ressourcen aufgebraucht sind?

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Nächste Seminare und Kurse

Cantienica Beckenboden,- und Rückentraining, Vernetzung der Tiefenmuskulatur mit Corinna Buchholz                                    montags       8:00 Uhr -  9:15 Uhr,      Praxis Anja Kayser, Onkel- Tom _Str. 3a, 14169 Berlin                                                        mittwochs   19:00 Uhr - 20:00 Uhr                                          s.o.                                                                                                     freitags         8:00 Uhr - 9:00Uhr und     9:30 -10.30 Uhr        s.o.                                                                                                           Neues Körperglück, Wechselspiel von Körper und Seele. Workshop Sa 18.11.17, von 10.00 - 17.30 Uhr

Neues Körperglück

 

Cantienica Workshop     Sa, 18.10.2017    10.00-17.30 Uhr

 

Stell Dir vor, es gäbe eine Gebrauchsanweisung für ein neues Körperglück. Schmerzen und Verspannungen gehörten der Vergangenheit an. Du könntest aufrecht, federleicht und glücklich durch Leben gehen! Eine Utopie?

Zum Glück nicht.

In diesem Workshop geht es darum, sich in den Körper einzufühlen, durch prakische Übungen in die natürliche Aufspannung, Präsenz, und Geschmeidigkeit wieder hineinzuwachsen und das wechselspiel von Körper und Seele wahrzunehmen und zu erleben.

 

  Was das Cantienica Training dir bieten kann:

  •   Du gewinnst Deine natürliche Größe durch Aufspannung des Körpers zurück
  •   Lindert und löst Beschwerden der Lenden,- Brust,- und Halswirbelsäule
  • stärkt Deinen Beckenboden und hilft damit gegen Inkontinenz, Prostatabeschwerden, Gebärmuttersenkunkungen, Prolaps und Hämmorhoiden
  • schenkt mehr Freude in der Sexualität
  • unterstützt Dein natürliches Selbstbewusstsein, schenkt Ausstrahlung, Leichtigkeit, Beweglichkeit und Schönheit
  • Schenkt Lebensfreude, die bei Depression helfen kann

 

 

 

 Es entsteht ein neues Körperempfinden mit mehr Leichtigkeit, Freude, Präsenz und Geschmeidigkeit.

 

In der Praxis A. Kayser, Onkel -Tom-Str. 3a, 14169 Berlin – Zehlendorf

 

Kursleiterin:  Corinna Buchholz

Cantienica Instruktorin, Heilpraktikerin Psychotherapie, Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation,

 

Preis: 89 Euro.

Bei Anmeldung bis zum 3.11. 79 Euro

2017       Montagskurs,      8:00 Uhr -  9:15 Uhr,      Praxis Anja Kayser, Onkel- Tom _Str. 3a, 14169 Berlin

2017       Mittwochkurs    19:00 Uhr - 20:00 Uhr                                       s.o.

2017       Freitagskurs       8:00 Uhr - 9:00Uhr und     9:30 -10.30 Uhr        s.o.

2017      Neues Körperglück, Wechselspiel von Körper und Seele. Worrshop Sa 18.11.17, von 10.00 - 17.30 Uhr